TY - JOUR
T1 - Vergleichende Untersuchungen des SwRK‐Verhaltens verschiedener Dampfturbinenschaufelstähle
AU - Schmitt‐Thomas, Kh G.
AU - Simon, R.
AU - Meisel, H.
PY - 1986
Y1 - 1986
N2 - SwRK‐Versuche in NaCl‐Lösungen im Temperaturbereich von Raumtemperatur bis 150°C haben gezeigt, daß die Korrosionszeitfestigkeit der Stähle X20Cr 13 mit 1% bzw. 2,5% Mo, X4CrNiMo 16 51 und X2CrNiMoN 22 5 mit zunehmender Temperatur bis zu einem Minimum bei 150°C abnimmt. Bei Temperaturen um 80°C ist das SwRK‐Verhalten des molybdänlegierten Stahles X20CrMo 13 2.5 im Vergleich zu den anderen Stählen am besten. Die fraktographischen Untersuchungen ergaben, daß bei den ferritischen, molybdänlegierten Cr‐Stählen überwiegend Lochfraßstellen, beim Weichmartensit oxidische und beim Duplex‐Stahl nichtmetallische spröde Einschlüsse sowie der Bereich der Korngrenzen des ferritisch‐austenitischen Gefüges rißauslösend sind. Hinzu kommt beim Duplex‐Stahl die ebenfalls mögliche Rißauslösung nach vorangegangener Verformung im Bereich von Gleitbändern. Keiner der untersuchten Stähle zeigte ein optimales SwRK‐Verhalten – bezogen auf den praktischen Einsatz – bei höheren Temperaturen. Anhand der Versuchsergebnisse läßt sich aber feststellen, daß die Werkstoffentwicklung in Richtung hochreiner Materialien gehen muß, um eine praxisgerechte Werkstoffoptimierung hinsichtlich des SwRK‐Verhaltens zu erreichen.
AB - SwRK‐Versuche in NaCl‐Lösungen im Temperaturbereich von Raumtemperatur bis 150°C haben gezeigt, daß die Korrosionszeitfestigkeit der Stähle X20Cr 13 mit 1% bzw. 2,5% Mo, X4CrNiMo 16 51 und X2CrNiMoN 22 5 mit zunehmender Temperatur bis zu einem Minimum bei 150°C abnimmt. Bei Temperaturen um 80°C ist das SwRK‐Verhalten des molybdänlegierten Stahles X20CrMo 13 2.5 im Vergleich zu den anderen Stählen am besten. Die fraktographischen Untersuchungen ergaben, daß bei den ferritischen, molybdänlegierten Cr‐Stählen überwiegend Lochfraßstellen, beim Weichmartensit oxidische und beim Duplex‐Stahl nichtmetallische spröde Einschlüsse sowie der Bereich der Korngrenzen des ferritisch‐austenitischen Gefüges rißauslösend sind. Hinzu kommt beim Duplex‐Stahl die ebenfalls mögliche Rißauslösung nach vorangegangener Verformung im Bereich von Gleitbändern. Keiner der untersuchten Stähle zeigte ein optimales SwRK‐Verhalten – bezogen auf den praktischen Einsatz – bei höheren Temperaturen. Anhand der Versuchsergebnisse läßt sich aber feststellen, daß die Werkstoffentwicklung in Richtung hochreiner Materialien gehen muß, um eine praxisgerechte Werkstoffoptimierung hinsichtlich des SwRK‐Verhaltens zu erreichen.
UR - https://www.scopus.com/pages/publications/84986773298
U2 - 10.1002/maco.19860370503
DO - 10.1002/maco.19860370503
M3 - Artikel
AN - SCOPUS:84986773298
SN - 0947-5117
VL - 37
SP - 215
EP - 222
JO - Materials and Corrosion
JF - Materials and Corrosion
IS - 5
ER -