Synthese und Kristallstruktur von Di‐μ3‐bromo‐di‐μ3‐cyclo‐propyl‐tetralithium‐Tetrakis(diethylether): Ein Beitrag zum Problem des „Salz‐Effekts” bei Lithiumorganylen

Hubert Schmidbaur, Annette Schier, Ulrich Schubert

Research output: Contribution to journalArticlepeer-review

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Abstract

Aus Lösungen der Produkte der Reaktion von Cyclopropylbromid mit Lithiummetall in Diethylether läßt sich ein kristallines Material 2 LiBr · 2 c‐C3H5Li · 4 (C2H5)2O (1) isolieren, das bei Raumtemperatur seinen Ethergehalt verliert und in ein etherunlösliches, aber in Tetrahydrofuran lösliches, amorphes Präparat übergeht. Das Massenspektrum dieser pyrophoren etherfreien Substanz zeigt nur Fragmente der LiBr‐freien Aggregate (C3H5)mLin. – Die Röntgenstrukturanalyse der Titelverbindung 1 ergibt isolierte Gerüst‐Einheiten aus vier Lithiumatomen in der Form eines verzerrten Tetraeders. Die vier Flächen dieses Tetraeders sind von zwei Bromatomen und zwei Cyclopropylresten überbrückt, und an jedes Lithiumatom ist das Sauerstoffatom eines Diethylether‐Moleküls koordiniert. Die Orientierung der Cyclopropanringe relativ zur zugehörigen Li3‐Tetraederfläche ist ekliptisch. Aus dieser Anordnung heraus wird eine Wechselwirkung der Wasserstoffatome an den CH2‐Gruppen mit den Lithiumatomen möglich. Auf die Beteiligung des Lithiumhalogenids an der Cluster‐Bildung ist das veränderte Reaktionsverhalten salzhaltiger Lithiumalkyle zurückzuführen.

Original languageGerman
Pages (from-to)1938-1946
Number of pages9
JournalChemische Berichte
Volume116
Issue number5
DOIs
StatePublished - 1983
Externally publishedYes

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