Abstract
Durch die Strukturanalyse von H2C = C(PPh2)2 (1) konnte der konformationsbestimmende Effekt der C = C‐Doppelbindung mit dem der P = C‐Doppelbindung im Ylid Ph3P = C(PPn2)2 (A) verglichen werden. Die Kristallstrukturanalyse von 1 ergab, daß im festen Zustand wirklich ähnliche Konformationen der Ph2P‐Gruppen relativ zur Grundebene des Moleküls vorliegen. Die dirigierende Wirkung ist jedoch nicht so stark wie im Ylid, so daß in Lösungen 31P‐NMR‐spektroskopisch auch bei – 75°C noch keine Nichtäquivalenz der P‐Atome feststellbar ist. Die Rotationsbehinderung in A wird auf den gauche‐Effekt der freien Elektronenpaare an PIII und Ylid‐C‐Atom zurückgeführt. Nach Abstandskriterien entfallen bei 1 auch π‐Wechselwirkungen C = P, während sie bei A offenbar erhebliche Beiträge leisten.
| Original language | German |
|---|---|
| Pages (from-to) | 2322-2327 |
| Number of pages | 6 |
| Journal | Chemische Berichte |
| Volume | 117 |
| Issue number | 7 |
| DOIs | |
| State | Published - 1984 |
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