Abstract
Aus den Aminophosphonium‐methyliden (Et2N)3PCH2,Me(Et2N)2PCH2, (Me2N)3PCH2 oder Me(Me2N)2PCH2 (1a–d) entstehen bei der Reaktion mit den Chlorsilanen Me3SiCl bzw. (t‐Bu)2SiCl2 die silylierten Phosphoniumsalze 2a–d (Schema 1). Durch die Einwirkung starker Basen (KH/THF) oder durch Umylidierung mit einem weiteren äquivalent Ylid 1a–d werden daraus die silylierten Ylide (Et2N)3PCHSiMe3, Me(Et2N)2PCHSi(t‐Bu)2Cl und Me(Me2N)2PCHSi(t‐Bu)2Cl (3a–c,c′,d). Eine weitere Dehydrohalogenierung der beiden letzteren Ylide zu den kumulierten Systemen R3PC=SiR′2 gelingt nicht. Statt dessen wird bei der Einwirkung von t‐BuLi/TMEDA auf 3d das cyclische Ylid (4) gebildet, dessen Struktur durch Einkristall‐Röntgenbeugung gesichert wurde. 4 ergibt mit HCl in Et2O das korrespondierende Phosphoniumsalz (5). – Zu Vergleichszwecken wurden aus Me3PCH2, (i‐Pr)3PCH2 und Ph3PCH2 (1e–g) über die silylierten Phosphoniumsalze auch die Silyl‐Ylide Me3PCHSiR3, (i‐Pr)3PCHSiR3 und Ph3PCHSiR3 mit R3=(t‐Bu)2Cl und (t‐Bu)MeCl (3e–g) dargestellt. Aus 3f konnte mit t‐BuLi/TMEDA wieder ein endocyclisches Ylid (6) erhalten werden. 3g ergibt beim Lagern in THF‐Lösung das Doppelylid [Ph3PC – Si(t‐Bu)2]2 (7) mit exocyclischen Ylidfunktionen. Für alle neuen Ylide werden NMR‐spektroskopische Daten vorgelegt.
| Original language | German |
|---|---|
| Pages (from-to) | 789-794 |
| Number of pages | 6 |
| Journal | Chemische Berichte |
| Volume | 120 |
| Issue number | 5 |
| DOIs | |
| State | Published - 1987 |
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