TY - JOUR
T1 - Siloxanverbindungen des Aluminiumboranats
AU - Armer, Brunhilde
AU - Schmidbaur, Hubert
PY - 1968
Y1 - 1968
N2 - Die Reaktion von Trimethyl‐ und Triäthylsiloxy‐aluminium‐dichlorid (1a, b) mit Lithiumboranat in Äther führt unter LiCl‐Abspaltung zu Trimethyl‐ bzw. Triäthylsiloxy‐aluminiumbis‐boranat, R3SiOAl(BH4)2, R = CH3, C2H5. Diese Verbindungen (2a, b) bilden dimere Moleküle mit Al‐Vierringsystemen und hexakoordinierten Aluminiumatomen. Bei Einsatz der halben Menge LiBH4 entstehen aus 1a, b die zugehörigen Trialkylsiloxy‐aluminium‐chlorid‐boranate R3SiOAlCl(BH4), in denen die Aluminiumatome pentakoordiniert vorliegen (3a, b). Ausgehend von Trimethylsiloxy‐aluminium‐chlorid‐hydrid (4) und LiBH4 entsteht dimeres Trimethylsiloxy‐aluminium‐hydrid‐boranat (5) R3SiOAlH(BH4), bei dem durch Spektraldaten der deuterierten Verbindung ein rascher Austausch von AlH‐ und BH4‐Wasserstoffatomen nachgewiesen werden konnte (7). Aus 2a und 5 wird durch Trialkylamine und ‐phosphine Monoborin abgespalten und zu Amin‐ und Phosphinoboranen gebunden. Dabei hinterbleiben Siloxy‐aluminium‐hydrid‐boranate bzw. ‐dihydride (5 oder 8). Die Umsetzung von 2a mit Trimethylchlorgerman liefert Trimethylgerman, Diboran und 1a. Die Reaktion mit Trimethylsilanol führt zu Wasserstoff, Diboran und Tris‐trimethyl‐siloxy‐aluminium (10). Trialkylsiloxy‐gallium‐boranate und ‐hydride sind unter vergleichbaren Bedingungen nicht existenzfähig.
AB - Die Reaktion von Trimethyl‐ und Triäthylsiloxy‐aluminium‐dichlorid (1a, b) mit Lithiumboranat in Äther führt unter LiCl‐Abspaltung zu Trimethyl‐ bzw. Triäthylsiloxy‐aluminiumbis‐boranat, R3SiOAl(BH4)2, R = CH3, C2H5. Diese Verbindungen (2a, b) bilden dimere Moleküle mit Al‐Vierringsystemen und hexakoordinierten Aluminiumatomen. Bei Einsatz der halben Menge LiBH4 entstehen aus 1a, b die zugehörigen Trialkylsiloxy‐aluminium‐chlorid‐boranate R3SiOAlCl(BH4), in denen die Aluminiumatome pentakoordiniert vorliegen (3a, b). Ausgehend von Trimethylsiloxy‐aluminium‐chlorid‐hydrid (4) und LiBH4 entsteht dimeres Trimethylsiloxy‐aluminium‐hydrid‐boranat (5) R3SiOAlH(BH4), bei dem durch Spektraldaten der deuterierten Verbindung ein rascher Austausch von AlH‐ und BH4‐Wasserstoffatomen nachgewiesen werden konnte (7). Aus 2a und 5 wird durch Trialkylamine und ‐phosphine Monoborin abgespalten und zu Amin‐ und Phosphinoboranen gebunden. Dabei hinterbleiben Siloxy‐aluminium‐hydrid‐boranate bzw. ‐dihydride (5 oder 8). Die Umsetzung von 2a mit Trimethylchlorgerman liefert Trimethylgerman, Diboran und 1a. Die Reaktion mit Trimethylsilanol führt zu Wasserstoff, Diboran und Tris‐trimethyl‐siloxy‐aluminium (10). Trialkylsiloxy‐gallium‐boranate und ‐hydride sind unter vergleichbaren Bedingungen nicht existenzfähig.
UR - https://www.scopus.com/pages/publications/0010006239
U2 - 10.1002/cber.19681010645
DO - 10.1002/cber.19681010645
M3 - Artikel
AN - SCOPUS:0010006239
SN - 0009-2940
VL - 101
SP - 2256
EP - 2267
JO - Chemische Berichte
JF - Chemische Berichte
IS - 6
ER -