Olefin‐ und Cyclopropan‐Aktivierung durch geminale Phosphonium‐Zentren

Hubert Schmidbaur, Rudolf Herr, Thomas Pollok, Annette Schier, Gerhard Müller, Jürgen Riede

Research output: Contribution to journalArticlepeer-review

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Abstract

Die erschöpfende Quartärisierung von Vinylidenbis(diphenylphosphan) (1) mit CH3I oder CH3OSO2F liefert Diquartärsalze 2a,b, deren olefinische Doppelbindung durch die beiden Phosphonium‐Zentren stark elektrophil aktiviert ist. Die Addition von Methanol oder Ethanol an 2a,b liefert entsprechend die β‐alkoxysubstituierten Doppelphosphonium‐Salze 9a–i. Die Struktur eines dieser Produkte (9a: XI, RCH3) wurde durch eine Einkristall‐Röntgenbeugungsanalyse gesichert, für die übrigen liegen spektroskopische Daten vor. – Triphenylphosphoniumcyclopropylid (5) ergibt mit (C6H5)2PCl das geminal phosphinosubstituierte Salz 6, das durch CH3OSO2F zum Bisphosphonium‐Salz quartärisiert werden kann (7a,b). Ein symmetrisches Homologes 7 c entsteht aus Cyclopropylidenbis(diphenylphosphan) (8) und CH3OSO2F. In 7a–i ist der Cyclopropan‐Cyclus ebenfalls deutlich elektrophil aktiviert. Mit Alkoholen tritt Ringspaltung ein, die hier zu γ‐alkoxylierten Salzen 10a,b führt.

Original languageGerman
Pages (from-to)3105-3113
Number of pages9
JournalChemische Berichte
Volume118
Issue number8
DOIs
StatePublished - Aug 1985
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