Hochfluorierte Phosphor‐Ylide und Phosphoniumsalze

Hubert Schmidbaur, Christian E. Zybill

Research output: Contribution to journalArticlepeer-review

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Abstract

Die aus weißem Phosphor und n‐C6F13I bei 235°C unter Druck dargestellten (Perfluoralkyl)iodphosphane n‐C6F13PI2 und (n‐C6F13)2PI werden mit HgCl2 in die Chloride n‐C6F13PCl2 and (n‐C6F13)2PCl umgewandelt und diese mit LiCH3 in die Methylphosphane n‐C6F13P(CH3)2 (6) und CH3P(n‐C6F13)2 (5) übergeführt. Von diesen ist nur 6 mit CH3I quartärisierbar. Das entstehende Salz [n‐C6F13P(CH)3)3]I (8) ergibt mit starken Basen nicht das korrespondierende Ylid, sondern das Phosphoran n‐C6F13P(CH3)4 (10). Höher fluorierte Phosphoniumsalze sind nicht zugänglich. ‐ Die Phosphane (CH3)2PC6F5 (11) und CH3P(C6F5)2 (12) ergeben mit Methylierungsmitteln noch die Oniumsalze [(CH3)3PC6F5]X (13)bzw. [(CH3)2P(C6F5)2]X (14). P(C6F5)3 erleidet dagegen unter vergleichbaren Bedingungen eine Entarylierung. 13 und 14 werden von starken Basen in tief rote instabile Ylide übergeführt, die durch Autokondensation oligomerisieren und nicht faßbar sind. Mit C6F5CH2Br entsteht aber aus 12 über das Oniumsalz 16 ein rotes Ylid 17, das isoliert und spektroskopisch charakterisiert werden kann. Analog ergeben sich aus Salzen [R3PCH2C6F5]Br stabile gelbe Ylide R3PCHC6F5 (19a–c, R = CH3, i‐C3H7 und C6H5). Die Verminderung der Carbanion‐Nucleophilie dieser Ylide durch die C6F5‐Gruppe verhindert die Autokondensation.

Original languageGerman
Pages (from-to)3589-3598
Number of pages10
JournalChemische Berichte
Volume114
Issue number11
DOIs
StatePublished - Nov 1981
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