TY - JOUR
T1 - Die Beeinflussung des Schwingungsrißkorrosionsverhaltens des Stahles X 20 Cr 13 durch einen Molybdänzusatz in chloridhaltigen Medien
AU - Schmitt‐Thomas, Karlheinz G.
AU - Haubenberger, G. W.D.
AU - Meisel, H.
PY - 1976/11
Y1 - 1976/11
N2 - Das Schwingungsrißkorrosionsverhalten von 13% Cr‐Stahl (eingesetzt für Turbinenschaufeln) wurde in Abhängigkeit von der Carbidausbildung und vom Molybdänzusatz ermittelt, und zwar in wässerigen NaCl‐Lösungen verschiedener Konzentrationen bei Temperaturen zwischen Raumtemperatur und 200°C. Weitere Versuche in Autoklaven wurden durchgeführt, um die oberhalb 150°C ohne Belastung entstehenden Deckschichten zu untersuchen. Durch Zusatz von 1% Mo wird die Korrosionszeitfestigkeit bei Raumtemperatur wesentlich erhöht, während sich Unterschiede in der Carbidausbildung nicht auswirken. Bei 150°C ist die Korrosionszeit‐festigkeit weitgehend unabhängig von der NaCl‐Konzentration (0,1 bis 27%), d. h. daß schon geringe NaCl‐Mengen genügen, um bei Lastspielzahlen über 106 starke Korrosion in Naßdampf hervorzurufen. Besonders geeignet für Untersuchungen ist der Belastungsbereich zwischen ± 150 und ± 200 N/mm2 bei 150°C, da diese Bedingungen betriebsnah sind. Die Passivierungsschichten sind sehr dünn (Interferenzerscheinungen). Aufgrund der Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit bei 1% Mo‐Zusatz wird erwartet, daß 2,5% Mo eine deutliche weitere Verbesserung bringen, besonders im Hinblick auf die Lochkorrosion, da der Bruch an Lochkorrosionsstellen seinen Ausgang nimmt.
AB - Das Schwingungsrißkorrosionsverhalten von 13% Cr‐Stahl (eingesetzt für Turbinenschaufeln) wurde in Abhängigkeit von der Carbidausbildung und vom Molybdänzusatz ermittelt, und zwar in wässerigen NaCl‐Lösungen verschiedener Konzentrationen bei Temperaturen zwischen Raumtemperatur und 200°C. Weitere Versuche in Autoklaven wurden durchgeführt, um die oberhalb 150°C ohne Belastung entstehenden Deckschichten zu untersuchen. Durch Zusatz von 1% Mo wird die Korrosionszeitfestigkeit bei Raumtemperatur wesentlich erhöht, während sich Unterschiede in der Carbidausbildung nicht auswirken. Bei 150°C ist die Korrosionszeit‐festigkeit weitgehend unabhängig von der NaCl‐Konzentration (0,1 bis 27%), d. h. daß schon geringe NaCl‐Mengen genügen, um bei Lastspielzahlen über 106 starke Korrosion in Naßdampf hervorzurufen. Besonders geeignet für Untersuchungen ist der Belastungsbereich zwischen ± 150 und ± 200 N/mm2 bei 150°C, da diese Bedingungen betriebsnah sind. Die Passivierungsschichten sind sehr dünn (Interferenzerscheinungen). Aufgrund der Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit bei 1% Mo‐Zusatz wird erwartet, daß 2,5% Mo eine deutliche weitere Verbesserung bringen, besonders im Hinblick auf die Lochkorrosion, da der Bruch an Lochkorrosionsstellen seinen Ausgang nimmt.
UR - https://www.scopus.com/pages/publications/84981466258
U2 - 10.1002/maco.19760271103
DO - 10.1002/maco.19760271103
M3 - Artikel
AN - SCOPUS:84981466258
SN - 0947-5117
VL - 27
SP - 775
EP - 782
JO - Materials and Corrosion
JF - Materials and Corrosion
IS - 11
ER -