TY - JOUR
T1 - Arsen als Funktionszentrum und Substituent von Yliden
AU - Schmidbaur, Hubert
AU - Nußstein, Peter
PY - 1987/8
Y1 - 1987/8
N2 - Bis(dimethylarsino)‐, Bis(diethylarsino)‐ und Bis(diphenylarsino)‐methan (1–3) wurden aus Cl2AsCH2AsCl2 und den entsprechenden Grignard‐Reagenzien dargestellt. 1 und 2 ergeben mit MeI bzw. EtI die Mono‐ und Bisquartärsalze 4–7. Aus ersteren (4, 6) entstehen bei Einwirkung von NaNH2 die Arsen‐Ylide R3AsCH–AsR2 (RMe: 8, REt: 9). Die Isolierung von Doppel‐yliden R3AsCAsR3 aus 5 und 7 gelang dagegen nicht. Aus 3 ist über das Monoquartärsalz 10 analog das Ylid MePh2‐AsCH –AsPh2 (11) zugänglich, aus dem mit Ph2AsCl unter Umylidierung das erste Arsonium‐bis(arsino)methylid, MePh2‐AsC(AsPh2)2 (13), hervorgeht. 11 wird von MeI am ylidischen C‐Atom methyliert (zu 14). – Von Ph2PCH2AsPh2 aus gelangt man mit MeI zum (Arsinomethyl)phosphoniumsalz 17, das mit NaNH2 das Ylid MePh2PCH – AsPh2 (15) liefert. Auch dieses Ylid wird von MeI nur C‐alkyliert (zu 16). Die Quartärisierung von Ph2PCH2AsPh2 mit MeOSO2F führt zum Diquartärsalz 18, aus dem das erste gemischte P/As‐Doppel‐ylid, MePh2‐PCAsPh2Me (19), entsteht. Das Ylid Ph3PC(AsPh2)2 (20) kann mit MeI in die Semi‐ylid‐Quartärsalze [Ph3PC(AsPh2)‐AsPh2Me]I (21) und [Ph3PC(AsPh2Me)2]I2 (22) übergeführt werden, die den Tris(phosphonio)methanid‐Salzen [(R3P)3C]X2 entsprechen.
AB - Bis(dimethylarsino)‐, Bis(diethylarsino)‐ und Bis(diphenylarsino)‐methan (1–3) wurden aus Cl2AsCH2AsCl2 und den entsprechenden Grignard‐Reagenzien dargestellt. 1 und 2 ergeben mit MeI bzw. EtI die Mono‐ und Bisquartärsalze 4–7. Aus ersteren (4, 6) entstehen bei Einwirkung von NaNH2 die Arsen‐Ylide R3AsCH–AsR2 (RMe: 8, REt: 9). Die Isolierung von Doppel‐yliden R3AsCAsR3 aus 5 und 7 gelang dagegen nicht. Aus 3 ist über das Monoquartärsalz 10 analog das Ylid MePh2‐AsCH –AsPh2 (11) zugänglich, aus dem mit Ph2AsCl unter Umylidierung das erste Arsonium‐bis(arsino)methylid, MePh2‐AsC(AsPh2)2 (13), hervorgeht. 11 wird von MeI am ylidischen C‐Atom methyliert (zu 14). – Von Ph2PCH2AsPh2 aus gelangt man mit MeI zum (Arsinomethyl)phosphoniumsalz 17, das mit NaNH2 das Ylid MePh2PCH – AsPh2 (15) liefert. Auch dieses Ylid wird von MeI nur C‐alkyliert (zu 16). Die Quartärisierung von Ph2PCH2AsPh2 mit MeOSO2F führt zum Diquartärsalz 18, aus dem das erste gemischte P/As‐Doppel‐ylid, MePh2‐PCAsPh2Me (19), entsteht. Das Ylid Ph3PC(AsPh2)2 (20) kann mit MeI in die Semi‐ylid‐Quartärsalze [Ph3PC(AsPh2)‐AsPh2Me]I (21) und [Ph3PC(AsPh2Me)2]I2 (22) übergeführt werden, die den Tris(phosphonio)methanid‐Salzen [(R3P)3C]X2 entsprechen.
UR - https://www.scopus.com/pages/publications/0007468241
U2 - 10.1002/cber.19871200803
DO - 10.1002/cber.19871200803
M3 - Artikel
AN - SCOPUS:0007468241
SN - 0009-2940
VL - 120
SP - 1281
EP - 1285
JO - Chemische Berichte
JF - Chemische Berichte
IS - 8
ER -