Arsen als Funktionszentrum und Substituent von Yliden

Hubert Schmidbaur, Peter Nußstein

Research output: Contribution to journalArticlepeer-review

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Abstract

Bis(dimethylarsino)‐, Bis(diethylarsino)‐ und Bis(diphenylarsino)‐methan (1–3) wurden aus Cl2AsCH2AsCl2 und den entsprechenden Grignard‐Reagenzien dargestellt. 1 und 2 ergeben mit MeI bzw. EtI die Mono‐ und Bisquartärsalze 4–7. Aus ersteren (4, 6) entstehen bei Einwirkung von NaNH2 die Arsen‐Ylide R3AsCH–AsR2 (RMe: 8, REt: 9). Die Isolierung von Doppel‐yliden R3AsCAsR3 aus 5 und 7 gelang dagegen nicht. Aus 3 ist über das Monoquartärsalz 10 analog das Ylid MePh2‐AsCH –AsPh2 (11) zugänglich, aus dem mit Ph2AsCl unter Umylidierung das erste Arsonium‐bis(arsino)methylid, MePh2‐AsC(AsPh2)2 (13), hervorgeht. 11 wird von MeI am ylidischen C‐Atom methyliert (zu 14). – Von Ph2PCH2AsPh2 aus gelangt man mit MeI zum (Arsinomethyl)phosphoniumsalz 17, das mit NaNH2 das Ylid MePh2PCH – AsPh2 (15) liefert. Auch dieses Ylid wird von MeI nur C‐alkyliert (zu 16). Die Quartärisierung von Ph2PCH2AsPh2 mit MeOSO2F führt zum Diquartärsalz 18, aus dem das erste gemischte P/As‐Doppel‐ylid, MePh2‐PCAsPh2Me (19), entsteht. Das Ylid Ph3PC(AsPh2)2 (20) kann mit MeI in die Semi‐ylid‐Quartärsalze [Ph3PC(AsPh2)‐AsPh2Me]I (21) und [Ph3PC(AsPh2Me)2]I2 (22) übergeführt werden, die den Tris(phosphonio)methanid‐Salzen [(R3P)3C]X2 entsprechen.

Original languageGerman
Pages (from-to)1281-1285
Number of pages5
JournalChemische Berichte
Volume120
Issue number8
DOIs
StatePublished - Aug 1987
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