TY - JOUR
T1 - Übergangsmetall‐Methylen‐Komplexe, LVIII. Kovalente AgRh2‐ und ionische AgRh4‐Clusterverbindungen durch Addition von Silber(I)‐Salzen an eine Rhodium‐Rhodium‐Doppelbindung
AU - Herrmann, Wolfgang A.
AU - Kalcher, Willibald
PY - 1985
Y1 - 1985
N2 - Silber(I)‐Verbindungen 2 reagieren mit dem Organorhodium‐Komplex [(η5‐C5Me5)Rh(μ‐CO)]2 (1) unter Bildung der kovalenten AgRh2‐Derivate (μ‐AgX)[(η5‐C5Me5)Rh(μ‐CO)]2 (3a, X = Cl; 3b, X = ONO2; 3c, X = OC( = O)CH3; 3d, X = OC( = O)CF3) oder der salzartigen AgRh4‐Cluster‐verbindungen [(μ4‐Ag){(η5‐C5Me5)Rh(μ‐CO)}4]+X− (4e, X = BF4; 4f, X = PF6). Produktbestimmend ist die Natur des Anions: Bei koordinationsfähigen Anionen endet die Reaktion auf der Stufe der neutralen 1:1‐Addukte (Chlorid, Nitrat, Acetat, Trifluoracetat), während schlecht koordinierende Anionen wie Tetrafluoroborat oder Hexafluorophosphat die nicht faßbaren reaktionsfähigen Zwischenstufen [(μ‐Ag){(η5‐C5Me5)Rh(μ‐CO)}2]+X− ergeben, deren sterisch exponierte Ag‐Brückenliganden einer nochmaligen Addition an die RhRh‐Doppelbindung von 1 zugänglich sind und so die Bildung der kationischen AgRh4‐Derivate ermöglichen. Für die kovalenten AgRh2‐Komplexe 3a – c sind mit Diazomethan übersichtlich verlaufende Methylen‐Insertionsreaktionen charakteristisch; auf diese Weise sind die Komplexe (μ‐AgCH2X)[(η5‐C5Me5)‐Rh(CO)]2(5a – c) erreichbar.
AB - Silber(I)‐Verbindungen 2 reagieren mit dem Organorhodium‐Komplex [(η5‐C5Me5)Rh(μ‐CO)]2 (1) unter Bildung der kovalenten AgRh2‐Derivate (μ‐AgX)[(η5‐C5Me5)Rh(μ‐CO)]2 (3a, X = Cl; 3b, X = ONO2; 3c, X = OC( = O)CH3; 3d, X = OC( = O)CF3) oder der salzartigen AgRh4‐Cluster‐verbindungen [(μ4‐Ag){(η5‐C5Me5)Rh(μ‐CO)}4]+X− (4e, X = BF4; 4f, X = PF6). Produktbestimmend ist die Natur des Anions: Bei koordinationsfähigen Anionen endet die Reaktion auf der Stufe der neutralen 1:1‐Addukte (Chlorid, Nitrat, Acetat, Trifluoracetat), während schlecht koordinierende Anionen wie Tetrafluoroborat oder Hexafluorophosphat die nicht faßbaren reaktionsfähigen Zwischenstufen [(μ‐Ag){(η5‐C5Me5)Rh(μ‐CO)}2]+X− ergeben, deren sterisch exponierte Ag‐Brückenliganden einer nochmaligen Addition an die RhRh‐Doppelbindung von 1 zugänglich sind und so die Bildung der kationischen AgRh4‐Derivate ermöglichen. Für die kovalenten AgRh2‐Komplexe 3a – c sind mit Diazomethan übersichtlich verlaufende Methylen‐Insertionsreaktionen charakteristisch; auf diese Weise sind die Komplexe (μ‐AgCH2X)[(η5‐C5Me5)‐Rh(CO)]2(5a – c) erreichbar.
UR - https://www.scopus.com/pages/publications/84902429589
U2 - 10.1002/cber.19851181002
DO - 10.1002/cber.19851181002
M3 - Artikel
AN - SCOPUS:84902429589
SN - 0009-2940
VL - 118
SP - 3861
EP - 3871
JO - Chemische Berichte
JF - Chemische Berichte
IS - 10
ER -