Öffentliche Grünflächen gelten als zentrale Gestaltungselemente für eine urbane grüne Infrastruktur, die Synergiepotenziale zwischen Maßnahmen zur Klimaanpassung, zum Klimaschutz, zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und für die öffentliche Gesundheit realisieren kann. Der zunehmende Druck auf Grün- und Freiflächen erfordert jedoch eine Abwägung oder Integration verschiedener Nutzungsansprüche auf Objekt- und Nachbarschaftsebene im Stadtraum.
Für die stadtplanerische Umsetzung stehen bisher nur vereinzelte empirische Belege über die kleinräumigen Zusammenhänge zwischen bestimmten Grünflächenmerkmalen, lokaler Kühlungswirkung und gesundheitsfördernden Potentialen zur Verfügung. Diese Forschungslücke adressierte das Projekt StOasenWandel anhand folgender Forschungsfragen: (1) Welche Vegetationsstrukturen schaffen messbare Kühlung und subjektiven thermischen Komfort? (2) Welche weiteren gesundheitsförderlichen Funktionen (Erholung, Bewegung, Begegnung) stehen mit diesen Strukturen in Zusammenhang? (3) Welche Rolle spielt die Flächengröße?