Effiziente und integrierte Sensorik für intelligente, nachhaltige und sichere Batteriesysteme

Project: Research

Project Details

Description

Im Projekt HealthBatt wird ein Multi-Sensoransatz entwickelt, um Belastungsprofile in Batteriespeichern ganzheitlich erfassen und auswerten zu können. Durch die Kombination aus Schadensanalysen und KI-gestützter Datenauswertung können die Lebensdauer von Batteriesystemen verlängert und die Nutzungssicherheit im Überlastfall erhöht werden.

Gegenwärtige Batterie-Management-Systeme in elektrifizierten Fahrzeugen nutzen meist nur thermische und elektrische Messdaten zur Erfassung des Zustands von Batteriespeichern. Um zusätzliche Belastungen, wie Stöße, mechanische Schwingungen sowie Feuchtigkeit, berücksichtigen und die Lebensdauer von Batteriesystemen genauer abschätzen zu können, wird im Forschungsprojekt HealthBatt ein ganzheitliches Sensorikkonzept entwickelt.

Projektziel:
Mit diesem neuen Multi-Sensoransatz, Schadensanalysen und einer intelligenten Datenauswertung können die Lebensdauer der Batteriespeicher besser abgeschätzt, unerwartete Ausfälle vermindert und eine nachgelagerte Anwendung (Second-Life-Anwendung) als stationäres System ermöglicht werden.

Füge- und Integrationskonzept:
Durch einen minimalen Platzbedarf und eine automatisierbare Anbindung der Sensorik soll die Integration sowohl in Neuentwicklungen als auch in bestehende Produkte ermöglicht werden. Als berührungsloses und größtenteils wartungsfreies Werkzeug wird das iwb den Einsatz des Laserstrahlschweißens zur mechanischen sowie elektrischen Anbindung der Batteriezellen und Sensorkomponenten in das Speichergehäuse untersuchen. Mit einer innovativen Prozessüberwachung und kollaborierender Robotik wird ein umfassendes Integrationskonzept für die Sensorik der Projektpartner erarbeitet.

Schadensanalysen und Datenverarbeitung:
Die durch die Sensorik in Feldtests erfassten Belastungshistorien werden im Anschluss durch das iwb mit den ermittelten Schädigungen der Batteriespeicher ausgewertet und es wird versucht Korrelationen zu identifizieren. Aufgrund der Menge und Komplexität der Sensordaten werden für die Lebensdauerabschätzung KI-basierte Modelle eingesetzt, die beispielsweise bereits in der Zustandsüberwachung von Getriebekomponenten qualifiziert wurden. Die Verknüpfung dieser Modelle erfolgt in Form eines Digitalen Zwillings in einem gesicherten Cloud-System, um einen zuverlässigen Zugriff auf die Auswertelogik zu gewährleisten. Dieses Batteriespeicher-Modell ermöglicht die Auswertung des Zustands des Speichersystems anhand der Belastungshistorie und eine Abschätzung der Restlebensdauer. Letzteres erleichtert die Entscheidung zu einer potentiellen Weiterverwendung, wie beispielsweise in stationären Energiespeichern für häusliche Photovoltaik-Anlagen.
AcronymHealthBatt
StatusActive
Effective start/end date1/04/2331/03/26

Collaborative partners

  • Technical University of Munich (lead)
  • VARTA STORAGE GMBH
  • Infineon Technologies AG
  • Fraunhofer Institut für Silicatforschung