Siloxanverbindungen des Aluminiumboranats

Brunhilde Armer, Hubert Schmidbaur

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftArtikelBegutachtung

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Abstract

Die Reaktion von Trimethyl‐ und Triäthylsiloxy‐aluminium‐dichlorid (1a, b) mit Lithiumboranat in Äther führt unter LiCl‐Abspaltung zu Trimethyl‐ bzw. Triäthylsiloxy‐aluminiumbis‐boranat, R3SiOAl(BH4)2, R = CH3, C2H5. Diese Verbindungen (2a, b) bilden dimere Moleküle mit Al‐Vierringsystemen und hexakoordinierten Aluminiumatomen. Bei Einsatz der halben Menge LiBH4 entstehen aus 1a, b die zugehörigen Trialkylsiloxy‐aluminium‐chlorid‐boranate R3SiOAlCl(BH4), in denen die Aluminiumatome pentakoordiniert vorliegen (3a, b). Ausgehend von Trimethylsiloxy‐aluminium‐chlorid‐hydrid (4) und LiBH4 entsteht dimeres Trimethylsiloxy‐aluminium‐hydrid‐boranat (5) R3SiOAlH(BH4), bei dem durch Spektraldaten der deuterierten Verbindung ein rascher Austausch von AlH‐ und BH4‐Wasserstoffatomen nachgewiesen werden konnte (7). Aus 2a und 5 wird durch Trialkylamine und ‐phosphine Monoborin abgespalten und zu Amin‐ und Phosphinoboranen gebunden. Dabei hinterbleiben Siloxy‐aluminium‐hydrid‐boranate bzw. ‐dihydride (5 oder 8). Die Umsetzung von 2a mit Trimethylchlorgerman liefert Trimethylgerman, Diboran und 1a. Die Reaktion mit Trimethylsilanol führt zu Wasserstoff, Diboran und Tris‐trimethyl‐siloxy‐aluminium (10). Trialkylsiloxy‐gallium‐boranate und ‐hydride sind unter vergleichbaren Bedingungen nicht existenzfähig.

OriginalspracheDeutsch
Seiten (von - bis)2256-2267
Seitenumfang12
FachzeitschriftChemische Berichte
Jahrgang101
Ausgabenummer6
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 1968
Extern publiziertJa

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