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Mehrfachbindungen zwischen Hauptgruppenelementen und übergangsmetallen, IXL Synthesen, Strukturen und Reaktivität von Phosphan‐, Phosphiniden‐ und Phosphido‐Komplexen des Mangans

  • Technische Universität München
  • Heidelberg University

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftArtikelBegutachtung

20 Zitate (Scopus)

Abstract

Bei Einwirkung von Monophosphan (PH3) auf den Solvens‐Komplex (η5‐C5Me5)Mn(CO)2(THF) (1; Me == CH3) entsteht der Phosphan‐Komplex (η5‐C5Me5)Mn(CO)2(PH3) (2), dessen nahezu tetraedrische Strukturgeometrie die bisher kürzeste bekannte Mangan‐Phosphor‐Bindung aufweist [d(Mn–P)=219.1(4) pm, Einkristall‐Röntgenstrukturanalyse]. Photolyse des lichtempfindlichen Komplexes 2 führt unter H2‐Eliminierung zum μ‐Phosphiniden‐Komplex (μ‐PH) [(η‐5‐C5Me5)Mn(CO)2]2 (3), während Deprotonierung mittels Kaliumhydrid den salzartigen, extrem hydrolyse‐ und luftempfindlichen Phosphido‐Komplex K[(η5‐C5Me5)Mn(CO)2PH2] (4) liefert. Als übersichtliche neue Syntheseroute zur Darstellung heterodinuclearer μ‐Phosphido‐Komplexe stellt sich die Umsetzung von 4 mit (η5‐C5H5Fe(CO)2I dar; der so zugängliche Zweikernkomplex [(η5‐C5Me5)Mn(CO)2](μ‐PH2) [(η5‐C5H5)Fe(CO)2] (5) enthält eine unsubstituierte Phosphido‐Brücke (PH2) als 3e‐Ligand. Der für 5 röntgenographisch ermittelte kurze Mn‐P‐Abstand von 225.9(2) pm läßt auf Mehrfachbindungsanteile schließen (formale Doppelbindung); der Fe–P‐Abstand von 229.1(2) pm ist dagegen eher mit einer Einfachbindung verträglich.

OriginalspracheDeutsch
Seiten (von - bis)931-936
Seitenumfang6
FachzeitschriftChemische Berichte
Jahrgang120
Ausgabenummer6
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 1987

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