TY - JOUR
T1 - Mehrfachbindungen zwischen Hauptgruppenelementen und übergangsmetallen, IXL Synthesen, Strukturen und Reaktivität von Phosphan‐, Phosphiniden‐ und Phosphido‐Komplexen des Mangans
AU - Herrmann, Wolfgang A.
AU - Koumbouris, Basile
AU - Herdtweck, Eberhardt
AU - Ziegler, Manfred L.
AU - Weber, Paul
PY - 1987
Y1 - 1987
N2 - Bei Einwirkung von Monophosphan (PH3) auf den Solvens‐Komplex (η5‐C5Me5)Mn(CO)2(THF) (1; Me == CH3) entsteht der Phosphan‐Komplex (η5‐C5Me5)Mn(CO)2(PH3) (2), dessen nahezu tetraedrische Strukturgeometrie die bisher kürzeste bekannte Mangan‐Phosphor‐Bindung aufweist [d(Mn–P)=219.1(4) pm, Einkristall‐Röntgenstrukturanalyse]. Photolyse des lichtempfindlichen Komplexes 2 führt unter H2‐Eliminierung zum μ‐Phosphiniden‐Komplex (μ‐PH) [(η‐5‐C5Me5)Mn(CO)2]2 (3), während Deprotonierung mittels Kaliumhydrid den salzartigen, extrem hydrolyse‐ und luftempfindlichen Phosphido‐Komplex K[(η5‐C5Me5)Mn(CO)2PH2] (4) liefert. Als übersichtliche neue Syntheseroute zur Darstellung heterodinuclearer μ‐Phosphido‐Komplexe stellt sich die Umsetzung von 4 mit (η5‐C5H5Fe(CO)2I dar; der so zugängliche Zweikernkomplex [(η5‐C5Me5)Mn(CO)2](μ‐PH2) [(η5‐C5H5)Fe(CO)2] (5) enthält eine unsubstituierte Phosphido‐Brücke (PH2) als 3e‐Ligand. Der für 5 röntgenographisch ermittelte kurze Mn‐P‐Abstand von 225.9(2) pm läßt auf Mehrfachbindungsanteile schließen (formale Doppelbindung); der Fe–P‐Abstand von 229.1(2) pm ist dagegen eher mit einer Einfachbindung verträglich.
AB - Bei Einwirkung von Monophosphan (PH3) auf den Solvens‐Komplex (η5‐C5Me5)Mn(CO)2(THF) (1; Me == CH3) entsteht der Phosphan‐Komplex (η5‐C5Me5)Mn(CO)2(PH3) (2), dessen nahezu tetraedrische Strukturgeometrie die bisher kürzeste bekannte Mangan‐Phosphor‐Bindung aufweist [d(Mn–P)=219.1(4) pm, Einkristall‐Röntgenstrukturanalyse]. Photolyse des lichtempfindlichen Komplexes 2 führt unter H2‐Eliminierung zum μ‐Phosphiniden‐Komplex (μ‐PH) [(η‐5‐C5Me5)Mn(CO)2]2 (3), während Deprotonierung mittels Kaliumhydrid den salzartigen, extrem hydrolyse‐ und luftempfindlichen Phosphido‐Komplex K[(η5‐C5Me5)Mn(CO)2PH2] (4) liefert. Als übersichtliche neue Syntheseroute zur Darstellung heterodinuclearer μ‐Phosphido‐Komplexe stellt sich die Umsetzung von 4 mit (η5‐C5H5Fe(CO)2I dar; der so zugängliche Zweikernkomplex [(η5‐C5Me5)Mn(CO)2](μ‐PH2) [(η5‐C5H5)Fe(CO)2] (5) enthält eine unsubstituierte Phosphido‐Brücke (PH2) als 3e‐Ligand. Der für 5 röntgenographisch ermittelte kurze Mn‐P‐Abstand von 225.9(2) pm läßt auf Mehrfachbindungsanteile schließen (formale Doppelbindung); der Fe–P‐Abstand von 229.1(2) pm ist dagegen eher mit einer Einfachbindung verträglich.
UR - https://www.scopus.com/pages/publications/84984198544
U2 - 10.1002/cber.19871200611
DO - 10.1002/cber.19871200611
M3 - Artikel
AN - SCOPUS:84984198544
SN - 0009-2940
VL - 120
SP - 931
EP - 936
JO - Chemische Berichte
JF - Chemische Berichte
IS - 6
ER -